Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen für die einzelnen Etappen des Münchner Jakobsweges. Verletzungspech hat noch sein übriges dazu getan. Die Länge der einzelnen Etappen haben wir nach unserem Gefühl und nach unserer Kraft eingeteilt - die Strecken waren deshalb mal kürzer und mal länger.

Natürlich sind in den Etappen auch mal weniger schöne Wegstrecken dabei, allerdings kommt das nicht oft vor.

Die Wege sind durchgängig sehr gut beschildert und führen durch sehr schöne Landschaften und Orte die man sonst vielleicht nie besucht hätte.

Wir waren immer wieder überrascht  und begeistert von den vielen Kunst-Schätzen die in den KIrchen und Kapellen, auch  in kleineren Ortschaften, vorzufinden sind.

Es gibt im Internet sehr viele, gute empfehlenswerte Beschreibungen und es sind auch detaillierte Spezial-Reiseführer im Handel erhältlich.

 

Natürlich machen wir mit dem Jakobsweg weiter -  demnächst sind wir auf dem Schweizer Weg.

 

1. Etappe München - Buchenhain

München - St. Jakobskirche - hier geht´s los

Der Hl. Jakobus, er begleitet uns auf dem Weg.

Das Gärtnerplatz-Theater in München

Ab jetzt geht es immer der isar entlang bis Buchenhain.

Vorbei am Tierpark Hellabrunn

Der Hinterbrühler See, eine herrliche Gegend mit seinem Super Biergarten!

Ein einträchtiges Nebeneinder herrscht hier - kann aber auch sein dass sie sich nur noch nicht gesehen haben.

 

Großhesseloher Brücke

Auf dem Weg zur nächsten Station Grünwald. Der sehr schöne Weg führt immer entlang der Isar.

Die Grünwalder Brücke. Rechts der Bildmitte oben, oben sieht man die berühmte Grünwalder Burg

zwischen den Bäumen hervorspitzen.

Das Lied dazu kennen wohl die meisten:

In Grünwald im Isartal

glaubt´s mir Leut da war einmal

da ham edle Ritter g´haust

dene hat´s vor gar nix graust

Ja so warn´s ............

Kurz nach Buchenhain, mit seinem sehr schönen Biergarten und dem historischen Münchner Klettergarten,

führt der Weg am Isarhochufer weiter. In Bildmitte sieht man den Georgenstein, ein von Flößern respektvoll

behandeltes Hindernis. Hier müssen die Flößer ohne Bruch zu machen vorbei - eine Mords Gaudi!

2. Etappe Buchenhain Aufkirchen - Berg

Über Schäftlarn - Ebenhausen geht´s nach Aufkirchen Richtung Starnberger See

Aufkirchen mit seiner wunderschönen Wallfahrtskirche ist schon in Sicht.

Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, urkundlich seit dem 10. Jahrhundert erwähnt.

 

Die Gnadenstatue. Im Mirakelbuch der Kirche sind etwa 15.000 Erhörungen niedergeschrieben.

3. Etappe Berg - Andechs

Zuerst geht es Richtung Leonie, am Gedenkkreuz von König Ludwig II vorbei, dann auf den Himbsel Kreuzweg

(ja der Himbsel der die Bahn nach Starnberg gebaut hat)  zum Starnberger See.

Starnberg ist in Sicht.

Rechts oben das Schloß Starnberg und seit dem 11. Jh. erwähnt. Als Gründer werden

die Grafen von Andechs genannt, ab dem 13. Jh. waren die Wittelsbacher die Besitzer.

 

Heute ist das Schloß Sitz des Finanzamtes - ein Schelm der böses denkt.

 

Mitten in Starnberg zweigt der Jakobsweg ab - zur Maisinger Schlucht.

Hier liegen die Brunnen zur Wasserversorgung von Starnberg - übrigens eine

hervorragende Wasserqualität.

Von hier kommen wir zum Maisinger See und nach Maising.

 

Der Maisinger See - natürlich gibt es hier auch einen Biergarten, wir sind ja schließlich in Bayern.

Die St. Bartholomäus Kirche von Maising aus der Spätromanik.

Von Maising führt der Weg an der JVA Rothenfeld nach Andechs. Es winken als Lohn

ein schattiger Biergarten und eine hervorragende Brotzeit, wenn man Platz bekommt, denn

viele Leute pilgern nach Andechs.

Andechs in Sicht!

Kloster Andechs, Stammsitz der Grafen von Andechs die Mitte des 13. Jh. ausstarben.

Die Klosterkirche wurde von Bathasar Neumann im Rokoko Stil ausgeschmückt und ist

nach Altötting das 2. größte Wallfahrtsziel in Bayern.

4. Etappe Andechs - Stegen

Von Andechs führt der Weg durch das Kiental (schöne Waldwege) hinunter nach Herrsching am Ammersee,

 

..... wo bleibt jetzt bloß das Schiff???

Herrsching, das Kurpark-Schlösschen, erbaut von Ludwig Scheuermann, einem Künstler der hier seine

Villa mit Atelier erbaute.

Heute ist das Schlösschen Sitz der Volkshochschule und bietet Platz für Galerien und Kunst-Veranstaltungen

Der Weg führt über Rausch nach Bretbrunn und dann zum Tagesziel Stegen.

5. Etappe Stegen - Dießen

Die Bucht von Stegen, die Nordspitze des Ammersees.

Ein bevorzugter Platz für Windsurfer, aber nur bei Schlechtwetter mit Sturmwarnung.

Immer am See entlang führt uns nun der Weg nach Schondorf,

St. Jakobus in Schondorf, Grundsteinlegung um 1150, gilt als eine der bedeutendsten romanischen,

hochmittelalterlichen Kleinkirchen Bayerns.

Mittelalterliche Spendenbescheinigung für die Erneuerung der Kirche.

Schöne Plätzchen für genießerische Pausen gibt es hier.

Auf dem Weg nach Dießen, das südliche Ende des Ammersees.

Kurz vor DIeßen

6. Etappe Dießen - Wessobrunn

Das Dießener Marienmünster, begonnen um 1720 beschäftigte die bedeutendsten Künstler dieser

Zeitepoche:

Johann Michael Fischer der Bauneister, Francois Cuvillies für den Hochaltar, Jahann Baptist Straub

für die Seitenaltäre und die Kanzel, G. B. Pittoni für das Altarbild "Steinigung des Stephanus" und

G. B. Tiepolo für das Bild "Martyrium des Hl. Sebastian".

Die Orgel erbaute Caspar König

weiter geht´s über den Schatzberg zur Mechthildis Kapelle und von dort, vorbei an der Erfunkstelle Raisting,

über Haid nach Wessobrunn.

Mechthildis Kapelle

Die Erdfunkstelle in Raisting, mit ihren auffälligen Parabolantennen, dient zur Kommunikation mit

Nachrichtensatelliten.

Heute dient die Anlage zur Radioastronomie und zur interkontinentalen Kommunikation mit dem Mond als

Reflektor sowie über Amateurfunk-Satelliten.

Kloster Wessobrunn ist erreicht. Gegründet wurde es um 750 von Herzog Tassilo III.

Wessobrun ist bekannt für das "Wessobrunner Gebet" das älteste deutsche Sprachdenkmal mit religiösem Inhalt

mit lateinischem Codex, der ca 814 angefertigt wurde.

Die wenigen Benediktiner Nonnen, die hier noch beheimatet waren, wurden auf anderé Klöster aufgeteilt. 

 

Stand Mai 2013 steht das Kloster zum Verkauf - die Zukunft ist ungewiss.

 

Leider wurde gerade renoviert oder soll man sagen erfreulicherweise wird renoviert und dadurch die

Kunstwerte erhalten.

Das Brunnenhaus fasst 3 Quellen in Kreuzform zur Wasserversorgung

7. Etappe Wessobrunn - Hohenpeißenberg

Wir verlassen Wessobrunn und gehen über St. Leonhard Richtung Hohen Peißenberg

Die 1000 jährige Linde vim Ort Linden, ein mächtiger Baum.

Wenn diese Linde erzählen könnte.......

Hohenpeißenberg ist schon in Sichtweite.

...von nun an geht´s Bergauf

Fernsehstation auf dem Hohenpeißenberg und das meteorologisches Observatorium, das als die älteste

Bergwetterstation weltweit gilt.

Abstieg vom Hohenpeißenberg in den gleichnamigen Ort. Mal sehen wer schneller ist,

die Unwetterfront oder wir.

Nein, wir waren nicht die schnelleren, wir waren unheimlich nass.

8. Etappe Hohenpeißenberg - Rottenbuch

Unterwegs nach Rottenbuch durch die Ammerschlucht, eine anspruchsvolle Strecke, speziell bei Nässe.

 

Wir sind immer noch im "Pfaffenwinkel" zwischen Loisach und Lech und dem südlichen Ammer- und

Starnberger See gelegen.

Den Namen verdankt dieses Gebiet neben der herrlichen Landschaft der Vielzahl und Dichte der

Klöster, Kirchen und Kapellen. Hier wurde Barock- und Rokoko Geschichte geschrieben, ein richtiges

Schmuckkästchen.

Das Schnatz Haus, ein schöner Platz für eine Rast.

Die Ammer, ab hier beginnt die Ammerleite ein steiler schmaler Weg nach Rottenbuch.

Bei Nässe ist der Weg sicher sehr ungemütlich.

Das ganze Ufer ist übersät mit tollen "Steinmandl".

Wir haben auch einige Steine draufgelegt.

.....unten ist die Ammer zu sehen.

Die Ammerleite ligt hinter uns, jetzt ist es nicht mehr weit bis Rottenbuch.

Kloster Rottenbuch wurde 1073 durch Herzog Welf I von Bayern gegründet. Die

romanische Basilika wurde im gotischen Stil erweitert und MItte des 18. Jh vom Wessobrunner

Stuckateur Joseph Schmuzer im Rokokostil ausgeschmückt.

Berühmt ist auch der Schrein des Hl. Franz Xaver.

9. Etappe Rottenbuch - Steingaden

St. Jakob in Wildsteig

Eine große Lourdes-Grotte wurde hier in die Mauer eingelassen.

Maria breitet ihren Mantel aus.

Die Wieskircher (Bild wurde zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen), 1745-1754 von Baptist und

Dominikus Zimmermann erbaut. Der Ursprung der Wallfahrt geht auf die Tränen des Gnadenbilds des "Gegeißelten Jesus"

im Jahr 1738 zurück.

Seit 1983 ist die Wieskirche Weltkulturerbe.

Wenn man Gelegenheit hat hier eine Messe zu besuchen, so ist das ein tolles Erlebnis.

Gnadenbild des "Gegeißelten Jesus"

Die kleine Kapelle vor der Wieskirche

Über viele Brettersteige geht es durch das Sumpfgebiet nach Steingaden.

Kloster Steingaden, 1147 von Herzog Heinrich IX gegründet. 1740 - 1750 Ausbau des Kirchenschiffs im Rokoko Stil.

Die Klosterkirche wird auch das Welfenmünster genannt - ein herrlicher Sakralbau.

Der Hl. Josephus

Der noch erhaltene, romanische Kreuzgang.

10. Etappe Steingaden - Lechbruck

Richtung Urspring und das Premer Filz

Herrliche, beschauliche Wege führen zum Premer Filz, hier befindet sich ein interessanter Moor-Lehrpfad,

 

Mit diesen Werkzeugen wurde früher gearbeitet

Pfarrkirche St. Michael in Prem. Schon im Jahre 1147 stand in Prem eine
Kirche zu "Unserer lieben Frau", welche den Bischöfen von Augsburg gehörte.

 

 

Die Lech-Staustufe ist erreicht, bis Lechbruck ist es nicht mehr weit.

Die Brücke am Ortseingang von Lechbruck

Weiter geht´s in Teil 2